27.November

Es ist alles ganz anders….

Eckhard hatte am Abend noch die spanische Gasflasche anschließen wollen (im Dunkeln!!!, auch wenn die Straßenlaterne sehr hell war und der Hund in der Nachbarschaft einen Riesenradau machte) und das war nicht geglückt.

Heizung brauchen wir zum Glück nicht, aber der Kühlschrank läuft mit Gas und Wasser kochen für Tee und Kaffee geht dann auch nicht. Truma, der Hersteller unserer Anlage hat ein paar Tipps für uns wie wir den Sicherheitsdruckregler doch wieder in Gang bekommen.

Aber ohne Tee und Kaffee startet es sich nicht so gut in Tag, also erst mal zu einem größeren Parkplatz fahren, wo es auch einen Kaffee gibt. Gerade als wir losfahren wollen, macht uns ein Anwohner darauf aufmerksam, dass angeblich die policia municipal da war und uns aufgeschrieben hätte, weil wir „falsch“ herum in der Sackgasse standen. Auch das noch, grrrr.

Dann finden wir keinen Parkplatz, komisch, gestern war da doch noch an jeder Ecke ein McDonalds und heute sind sie alle weg. Aber irgendwann landen wir bei Viena, eine spanische Kaffeehauskette.

Leider lässt sich der Sicherheitsdruckregler nicht dazu bewegen, seinen Dienst zu tun. Das Ding ist nagelneu, in Friedberg erst eingebaut. Also raus damit und wieder das alte rein, kein Problem, wir haben es ja dabei. Aber wo zum Teufel ist es? So ein Wohnmobil hat ja nur begrenzt Stauraum, aber es ist nicht aufzufinden. Wahrscheinlich liegt es doch in Friedberg im Keller in der Kiste.

Wer glaubt, das ganze wäre ohne sich anzugiften von statten gegangen, hat eine sehr hohe Meinung von unserer Transformation, ich muss euch leider enttäuschen, es ging nicht nur nett zu.

Welch Zufall, in dem Ort gibt es eine Wohnmobilwerkstatt, die auch Geräte von Truma verkauft und einbaut. Also dort hin. Mittlerweile ist es Mittag. Auch die von der Werkstatt bekommen es nicht in Gang und ein Originalersatzteil ist erst in einer Woche zu haben. Solange wollen wir dann doch nicht warten. Der Kompromiss: sie besorgen uns ein anderen Druckregler. Der Nachteil davon, während der Fahrt müssen wir das Gas ausstellen, aber damit können wir leben.

Nur ist es kurz vor der Mittagspause und das ganze geht dann erst nach 15 Uhr weiter. Daher streichen wir das Vorhaben, nach Barcelona zu fahren.

undefinedEckhard schaut dem Werkstattmeister über die Schulter.

Gegen 17 Uhr ist unser Womo dann wieder startklar und wir entscheiden, auch am nächsten Tag nicht nach Barcelona zu fahren, sondern weiter zu reisen.

So sehen wir die Stadt nur bei einsetzender Dämmerung von der Stadtautobahn aus und staunen über die waghalsige Fahrweise der Motorroller. Kreuz und quer schlängeln sie sich durch den zähfließenden Verkehr.

Aber Fußball sehen wäre schon schön, was ja auch kein Problem ist, denn in JEDER Bar läuft der Fernseher. Brauchen wir nur einen Standplatz, von dem aus man zu Fuß hin beziehungsweise wichtiger, wieder zurück kommt.

Irgendwie ist es nicht unser Tag, wir gurken durch Sitges, eine sehr schöne Stadt hinter Barcelona und einmal fahren wir uns fast in einer Fußgängerzone fest. Wenn wir was gefunden haben, gibt es ein Verbotsschild für Wohnmobile.

Also weiter fahren. Mittlerweile ist es 20 Uhr und beide sind wir genervt. Eigentlich kann ja nichts passieren, unser Zuhause haben wir immer dabei, notfalls kann man auch auf einem Autobahnparkplatz schlafen. Aber das sind irgendwie nur Trostpreisgedanken.

Wir landen in Cubelles, eine reine Ferienwohnungshäuser-Siedlung, der offizielle Wohnmobilstellplatz direkt an der Bahnlinie. Das kann es doch nicht sein. Aber, siehe da, direkt am Meer gibt es noch drei Bars, die alle aufhaben und Parkplatz direkt vor der Tür.

Pünktlich zum Anpfiff steht das erste frisch gezapfte Bier vor uns! Dass der BVB verliert, ist eine andere Geschichte, die hier aber nicht erzählt wird.

Und so sind wir dann am nächsten Morgen erwacht!

Hinterlasse einen Kommentar

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten