Heute ist Montag und es ist nötig, ein paar Bürodinge zu erledigen. So sitzt gerade Eckhard mir gegenüber, telefoniert mit verschiedenen Dienststellen und ärgert sich, dass er so Zeug machen muss. Und das bei strahlendem Sonnenschein!! Also Jammern auf hohem Niveau.
Wir stehen immer noch auf dem selben Platz, in Castill de Ferro, ca. 100km östlich vor Malaga. Es ist gerade gut, in unserem Wohnmobil-Leben anzukommen. Das heißt, Arbeit und Urlaub in einem zu haben, keine Trennung mehr. Gar nicht so einfach. Die Sonne scheint und man könnte auch den ganzen Tag in dieser sitzen. Außerdem gibt es auf einem Campingplatz immer was zu schauen oder mit den Nachbarn zu quatschen. Oder sich über eben diese zu ärgern, die, wie gerade, mit ihrem „RIESEN“ Womo sich neben uns stellen. Bloß weil ihre Satellitenschüssel hier besseren Empfang hat, sie Briten sind und die Wahl in England mitverfolgen wollen. So hat das Brexitgedöns DIREKTE Auswirkungen auf uns und den Sonnenplatz vor unserem Womo 😉
Ihr seht, es geht uns gut! Zum Tagesrhythmus gehört auch entweder ein Spaziergang oder Fahrrad fahren, wobei wir jetzt festgestellt haben, dass es in Spanien eine Helmpflicht gibt, außerhalb von geschlossenen Ortschaften, es sei denn, es ist sehr heiß, dann gilt sie nicht. Leider gibt es dazu keine Temperaturangabe. Und auch bei steilen Steigungen braucht man keinen. Heißt das, bergauf keinen Helm und bergab wieder aufsetzen??
Da wir erstens keine haben und zweitens uns das gestern alles zu kompliziert war, sind wir kurzerhand den Berg hoch gelaufen. Auf dem Weg runter gab es dann ein kühles Bier und wie hier üblich, gibt es zum Bier immer eine Kleinigkeit zu essen dazu. Das können einfach Oliven oder Nüsse sein, wir hatten aber auch schon einen Teller voll frittierter Sardinen. Und gestern gab es dann einen Teller der hauseigenen Paella, mit allem drum und dran. Leider habe ich erst ans fotografieren gedacht, als wir fast alles aufgegessen hatten. Eckhard das Fleisch und ich die Meeresfrüchte. Eigentlich nicht alles so mein Ding, aber es war sehr lecker.
Und wir planen die Reise nach Marokko. Wir haben schon alle Arten der Erwiderung dazu hier bekommen. Von jungen Leuten, denen es zu riskant ist über Menschen in unserem Alter, die nur schlechtes erzählt haben und französische Rentner, die letzten Jahr auch schon dort waren und jetzt wieder für drei Monate hinfahren. Er hat uns mit Literatur versorgt, die Eckhard gestern Abend studiert hat. Wir werden das Geschäftsjahr, also die nächsten zwei Wochen in Spanien bleiben und dann übersetzen.
Leider habe ich erst jetzt von einem „Backofen“ für Wohnmobile gelesen, ein Gerät, dass man auf den Gaskocher stellt. Sonst wäre ich hier schon auch in meiner Lieblingstätigkeit zu Gange. Mal sehen, vielleicht finden wir unterwegs auch einen.


Ich denke mal, Marokko dürfte nicht so gefährlich sein. Wir waren im letzten Jahr dort aber in einer Reisegruppe und der deutsche Wanderführer hat uns immer wieder erzählt, dass Marokko zu den sichersten arabischen Ländern gehört. Allerdings würde ich nicht außerhalb der Campingplätze übernachten.
Und was ist das denn für eine Diskussion mit dem Helm? Eigentlich sollte man nie ohne Helm fahren, was wir aber auch machen.
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