Ich versuche, mit nur einer hand zu tippen. Irgendwie habe ich die linke hand überansprucht, daher gab es letztens nur bilder und lange keinen text oder rezepte. Und ich werde auf die großschreibung verzichten.
Mit dem thema müll habe ich mich noch weiter beschäftigt, auch einen artikel in der zeit dazu gelesen. “unser” müll ist eben nicht weg, sondern nur fort, in marokko ist er sichtbar. Wer sich für mehr dazu interessiert, hier der Artikel.
Samstag sind wir in Essaouria, eine bunte stadt, groß geworden durch die hippiezeit 1967. wir schlendern relativ früh durch die straßen, finden ein nettes cafe zum frühstück.
Ab jetzt schreibe ich -Eckhard weiter. Christiane macht dabei Frühstück.
Das war es dann dort aber schon für uns. Vielleicht, weil unsere Hippie-Zeit schon hinter uns liegt. Also das Gefühl: Ja, schön hier und ganz bunt – aber was sollen wir hier?
Wir fahren noch Einkaufen:
nein die haben wir nicht gekauft – und dann geht es weiter Richtung Marrakesch. Kurzer Zwischenstopp auf einem Parkplatz in Chichaoua. Es bleibt noch Zeit im Hellen bis Marrakesch zu kommen. Allerdings habe ich, Eckhard, keine Geduld die nicht sofort ersichtliche Parkplatzausfahrt zu suchen und ignoriere ein „Durchfahrt Verboten“ Schild. Nach wenigen Metern hält uns ein freundlicher Polizist an. Es gibt leichte Verständigungsschwierigkeiten, da er andere Worte auf französisch nutzt als ich erwarte … . Nachdem er dann meinen Führerschein hat, gebe ich zu, dass ich falsch gehandelt habe. Dann kommt sein Vorgesetzter und zeigt mir seinen roten Block mit Strafzetteln und ich soll umgerechnet 40€ zahlen. Da wir aber nur noch 5€ in marokkanischer Währung parat haben geht der „Chef“ irgendwo hin um zu veranlassen, dass wir mit Kreditkarte zahlen können. Derweil entspinnt sich ein reges Geplauder mit dem ersten Polizisten, der nächstes Jahr zum Urlaub nach Deutschland reisen will.
Er sagt, wenn es nach ihm ginge dürften wir weiter fahren, aber der Chef will nicht. Und der Chef will auch scheinbar nicht von den 40€ runter gehen. Wir glauben ganz fest daran, dass wir kein Geld bezahlen müssen. Es scheint sehr kompliziert zu sein, die Strafe mit Kreditkarte zu bezahlen. Unsere Geduld ist gefragt. Immer schön locker bleiben. Als ich dann einen 20€ Schein heraushole hat der Chef aus der Ferne wohl doch ein Einsehen und wir dürfen die 20€ behalten. Dann macht der Polizist noch ein Spielchen mit uns: Wir dürfen erst weiter fahren, wenn wir beide barak allahu fiik, was wir von ali gelernt hatten, richtig aussprechen können – heißt „Gott segne dich“. Eckhard ist sehr schnell, aber Christiane verfällt prompt in einen Prüfungsstreß. Der Polizist lacht sich schlapp und lässt uns mit einem “welcome to maroc” weiterfahren.
Die landschaft wird immer wüstenähnlicher. Auch sehen wir die ziegen in den bäumen, als wir anhalten wollen, um zu fotografieren, sehen wir, dass männer neben den baum sitzen und aufstehen wollen, um dafür geld zu bekommen. Wir sind nicht sicher, ob die ziegen auch von alleine in die bäume geklettert wären! So gibt es nur ein vorbeifahrbild.



Als stellplatz für marokko haben wir uns die familie schatz ausgesucht, ein deutsch/marokkanisches ehepaar, die seit vielen jahren Marokko-reisen betreibt und auch einen stellplatz mit einem “schloss”. Hier ihre Seite, wenn es euch interessiert. Wir verbringen einen interessanten abend mit reinhard, der viel zu erzählen hat. 30 jahre marokko-erfahrung. Und als besonderen service bekommt jedes wohnmobil jeden morgen frische brötchen. So starten wir in einen entspannten sonntag!




Hallo Ihr beiden,
die Ziegen in den Bäumen haben wir bei unserer Marokkoreise auch gesehen. Diese halten sich aber nur in den Arganbäumen auf. Allerdings versuchen die Bauern daraus auch Profit zu machen. Wir konnten sie ohne Bauern fotografieren.
https://www.arganoel360.info/arganbaum-ziegen.html
Und ein Gericht aus einer Tajine hatten wir auch öfter gegessen.
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