5.-6.Januar

Ganz entspannt wars dann doch nicht, der freilaufende hahn hatte sich direkt zum morgen neben unserem womo eingefunden. Ab fünf ist an schlaf nicht mehr zu denken. Und ich dachte bisher, die krähen wenn es hell wird, aber bis mindestens sieben ist es noch stockdunkel. Wir überlegen kurz, ob wir überhaupt noch eine nacht bleiben, da erfahren wir, dass das federvieh umziehen wird zur einer verwandten der besitzer, da der rasen sonst nicht weiter wächst. Hühner sind nun mal tiere, die scharren 🙂

So wirklich lust, wieder eine stadt anzuschauen, haben wir nicht. Aber mehrere tage auf diesem platz zu bleiben auch nicht. Also was machen, wenn man schon in der nähe von marrakesch ist? Wir spazieren mal durch die anlage und kommen mit peter und rita aus reinheim/hessen ins gespräch. Sie sind mit einer gruppe unterwegs. Wollen aber den ganztagesausflug nach marrakesch wegen ihrer hunde nicht mitmachen und fragen uns, ob wir gegen 16 uhr mit ihnen im taxi reinfahren wollen. Das passt doch prima für uns, denn marrakesch ist die vielleicht einzige stadt in marokko, die man besucht, wenn es dunkel wird – wegen des nachtmarktes Jemaa El Fna, der zentrale platz in Marrakesch.

Rund um diesen platz ist eigentlich immer etwas los, denn es schließt sich direkt die medina an. Wir bleiben zu viert zusammen und landen über eine seitengasse in einer der vielen Dachcafes, zwar ohne blick auf den hauptplatz aber trotzdem sehr schön. Dort quatschen wir uns etwas fest, aber was soll´s. Wieder unten im markt werden wir angesprochen, für was wir uns interessieren. Da ich grundsätzlich auf der suche nach dem gewürz bin, dass kim mir im sommer aus marokko mitgebracht hat und ich ein kuchenrezept daraus erstellt habe, landen wir in einem Laden, der auch gewürze hat, aber vor allem öl. Das interessiert mich weniger, wir haben schon arganöl unterwegs gekauft. Aber für 20 dirham kann man eine nackenmassage bekommen. So sitzen wir auf zwei bänken, die männer müssen sich oben rum frei machen, wie er sagt, die frauen dürfen die schultern zeigen, und so werden wir nacheinander massiert und haben viel spaß dabei. Wir landen dann doch noch in einem “richtigen” gewürzladen und eckhard hat es der lose kaffee angetan. Er zahlt wahrscheinlich viel zu viel dafür, naja, aber die verkostung am nächsten tag wird ergeben, dass er zwar teuer, aber gut ist.

Die batterien meiner camera sind leer, so haben wir nur ein foto. Ich werde von peter noch welche bekommen, dann stell ich noch welche ein.

Eigentlich könnte man jetzt noch eine ganze weile auf dem nachtmarkt und in den garküchen verbringen, aber wir müssen zurück zum taxi. Kurz bedaure ich es, aber der abend mit peter und rita war schön und freundschaftlich. Am nächsten morgen verabschieden wir uns herzlich von einander und wir machen uns auf zum Anima- garten von andre heller , 20km südlich von marrakesch. Man fährt direkt auf den hohen atlas zu, aber leider ist es so diesig, dass man die berge nur erahnen kann.

Lieber wolf, du hattest mir den anima-garten empfohlen. Ja, er ist schön, aber DESWEGEN nach marokko zu fahren, nein, es gibt soviel mehr und intensives hier zu erleben.

Aber man kann tolle fotos machen. Jetzt im winter ist es wegen der großen schattenspendenden bäume auch sehr frisch, im sommer bei hitze sicherlich eine wohltat.

Zum richtig weiterfahren ist es dann aber doch schon zu spät und so nehmen wir einen stellplatz bei einem hotel in der nähe, dass aber nur über eine schotterpiste zu erreichen ist. Dafür müssen wir uns das gesamte gelände nur mit einem weiteren wohnmobil teilen.

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