11.-18. Januar

Seit einer Woche sind wir in Sidi Ifni und versuchen, auf einem immer voller werdenden Campingplatz Arbeit und Bewegung in unserem Leben zu vereinen. Super ist, dass man am Strand einige Kilometer bei Ebbe laufen kann, oder zur Fitnesssteigerung die Treppen hoch in Ort immer schneller gehen kann.

Wir “wohnen” jetzt seit gut drei Monaten im Wohnmobil. Es gibt eine ganze Liste von Dingen, die wir entweder zu viel oder leider nicht dabei haben. Zum Beispiel fehlen mir in der Küche einige Sachen. Vieles hatte ich so gelassen, wie es war, recht provisorisch, zum Beispiel haben wir nur einfache Kochmesser nicht die “guten” dabei, obwohl das hier doch jetzt unser Zuhause ist. Zwei zusätzliche Kochtöpfe hatte ich eingeräumt, aber dahin, wo Platz war, in den Schrank ÜBER der Spüle. Jetzt habe ich mich drei Monate lang fast jeden Tag darüber geärgert, wie unpraktisch das ist, bis mir vor wenigen Tagen DIE Idee kam: ich räume einfach um! :-)) Jetzt sind die Tassen OBEN und die Töpfe UNTEN, viel besser. Verrückt, oder? Aus Gewohnheit habe ich mich lieber gequält und geärgert.

Was uns auch fehlt, ist ein Falt-Eimer. Bisher dachte ich, das ist Camping-Schnick-Schnack. Stimmt nicht, einen Eimer braucht man immer, z.B. zur Abwasserentsorgung, wenn man länger steht und Platz ist wenig im Womo. Die Eimer gibts hier leider nur bei den Nachbarn, und die geben die nicht freiwillig her. Allerdings haben wir auch noch nicht gefragt.

Küche ist ja nun wirklich mein Lieblingsthema. Leider habe ich bei dem ersten Brotbackversuch den Boden der Tajine kaputt gemacht, zu schnell hoch geheizt. Wir haben wieder einen neuen, die Dinger kosten hier sehr wenig, und Eckhard hat die letzten Tage Sauerteig gepflegt. Das Ergebnis ist noch ausbaufähig, vor allem brauchen wir noch ein Metallgestell, um mehr Abstand und Tajine zu bringen. Das werden wir von einem der vielen Handwerker hier uns bauen lassen.

Apropos, unser Wohnmobil ist repariert! Letzten Sonntag wurde geschraubt und geschliffen und lackiert, alles hier auf dem Stellplatz unter freien Himmel. Das Ergebnis ist echt ne Wucht!

Wie schon gesagt, der Campingplatz wird immer voller, was heute morgen zu Stress geführt hat. Gestern Abend schon hat sich ein Paar mit einem Riesenhund und einem Geländewagen, auf dem ein Zelt auf dem Dach montiert ist, neben uns gestellt. Im Gegensatz zum Wohnmobil muss deren Leben zum größten Teil draußen stattfinden, was natürlich auch mehr Lärm verursacht. Als dann auch noch das Wohnmobil vor uns sich eine Parzelle näher an uns gestellt hat, wurde das Gefühl, “Hilfe, wir sind eingeengt” schlagartig mehr. Es ist für uns sowieso nicht immer einfach, in all dem Rentner – Camping-Gedönse die Konzentration auf Arbeit zu halten. Eckhard arbeitet weiter an seinem Onlineshop, was doch mehr Arbeit und langwieriger ist, als wir dachten – aber was ich durch andere blogs von Menschen, die im Wohnmobil leben und arbeiten mittlerweile weiß, dass es eben viel Arbeit ist – und unser zweites Standbein, Kuchenfeuer, geht auch weiter in die Planung für das kommende Jahr, vor allem will das Finanzamt eine finanzielle Plausibilitätsvorschau, was inhaltlich einfach ist, denn die Zahlen aus 2019 sprechen für sich! Jetzt sind wir kurzerhand zwei Parzellen weiter nach vorne links gerückt, das war eine gute Entscheidung!

Apropos Finanzamt. Unsere Silvesterbeschäftigung bestand darin, meine weitgehend fertige Umsatzsteuererklärung für 2019 fertig zu machen und Punkt Neujahr abzuschicken. Was uns auch mit 15 Minuten Verspätung gelungen ist. Und siehe da, es hat sich gelohnt, nach knapp zwei Wochen ist das Geld schon auf meinem Konto! Durch den Anhängerbau ist es soviel, dass wir auch das Geld für den Sprit zurück jetzt wieder haben :-)))

Achso, das Gewürz habe ich auch ausprobiert, in einer Art Pfannkuchen mit Birnen, war sehr lecker! Nur nicht so hübsch, daher kein Foto. Dafür noch ein paar Eindrücke aus Sidi Ifni, das bis 1969 spanisch war.

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